Die Hypothek und das dazu benötigte Eigenkapital
by reinfeld ~ Januar 14th, 2010. Filed under: Hypothek.Wer sich zum Ziel gesetzt hat, sich ein eigenes Haus zu bauen oder eine Eigentumswohnung zu kaufen, der kommt langfristig am Gedanken an eine Hypothek nicht vorbei. Das wäre nur dann möglich, wenn er so viel Kapital hat, dass er keine Finanzierung von der Bank benötigt. Das wird allerdings nur bei den wenigsten Bauwilligen der Fall sein. Der minimale Anteil des Eigenkapitals bei einer Hypothek wird üblicherweise mit zehn Prozent angesetzt. Wer sich eine preiswerte Hausfinanzierung sichern möchte, der sollte unbedingt einen höheren Anteil an Eigenkapital zusammen sparen. Das hat gleich mehrere Vorteile. Einerseits ist der Anteil des von der Bank über eine Hypothek zu finanzierenden Kapitals nicht so hoch. Das führt dazu, dass man für seinen Kredit geringere Raten zahlen muss und sich so einen größeren finanziellen Spielraum sichern kann. Anderseits trägt eine höhere Eigenkapitalquote auch dazu bei, dass der Anteil der Kreditsumme am Beleihungswert des zu finanzierenden Objektes sinkt.
Je niedriger dieser Anteil ist, desto geringer ist auch das Risiko der Bank, dass sie bei Zahlungsunwilligkeit oder Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers nach einer Zwangsversteigerung auf einer uneinbringlichen Restforderung sitzen bleibt. Die Risikominimierung wird mit deutlich besseren Zinsen belohnt. Bei einer knappen Finanzierung sollte man sich allerdings hüten, ein zweites Darlehen als Eigenkapitalfinanzierung aufzunehmen. Eine solche Kombination mit einer Hypothek führt fast immer zu einem finanziellen Fiasko, das in einem Verlust des Wohneigentums führt. Dort wäre der bessere Weg, den Eigenkapitalanteil dadurch aufzubessern, dass man Freunde und Verwandte bittet, am Bau mit Hand anzulegen. Der Gegenwert dieser praktischen Arbeit wird von den Banken auf das Eigenkapital voll mit angerechnet.