Hypotheken für Vereine

by admin ~ Dezember 2nd, 2009. Filed under: Hypothek.

Nicht nur der Privatmann und der Unternehmer kommen in die Lage, einen Kredit benötigen zu können, für den man zu Gunsten der Senkung der Kosten eine Hypothek anbieten könnte. Auch die vielen eingetragenen Sport- und Kleingartenvereine tätigen gelegentlich größere Investitionen, bei denen die benötigen Summen die jeweils aktuelle eigene Finanzkraft der Mitglieder übersteigen. Das könnte die Erneuerung der kompletten Elektroanlage sein, die Errichtung einer Anlage zur Versorgung der Gartenhäuschen mit elektrischem Strom oder der Bau einer Kegelbahn als Ergänzung des Vereinshauses. Soll dann eine Hypothek zur Besicherung des Kredites benötigt werden, sind einige Dinge zu prüfen. Der Boden selbst kann in den meisten Fällen nicht beliehen werden, weil er nicht im Eigentum des Vereins oder seiner Mitglieder steht, sondern nur gepachtet ist. In der Regel wird es nur das Vereinshaus sein, das mit einer Hypothek beliehen werden kann, wenn hier klare Eigentumsverhältnisse herrschen.

Vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gibt es dort häufig Schwierigkeiten, weil die Vereine zumeist in den Zeiten der DDR Regierung enteignet worden sind und bei vielen Vereinen die Eigentumslage auch zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung noch nicht endgültig geklärt ist. Möchte ein Kleingartenverein eine Hypothek aufnehmen, dann benötigt der Prokurist des Vorstandes dazu die Zustimmung der Mitglieder. Sie wird durch eine einfache Mehrheit bei der Abstimmung in der Mitgliederversammlung erreicht. Der optimale Weg wäre es natürlich, wenn man die Mitglieder davon überzeugen könnte, dass es sinnvoll ist, bereits im Vorfeld solcher größeren Investitionen Kapital aufzubauen.

Mit einer Anlage dieses Kapitals auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto lassen sich zusätzliche Einnahmen erzielen, die die Gesamtkosten für die Hypothek minimieren können. Um einen Vergleich der Konditionen für eine Hypothek kommt natürlich auch der Vorstand eines Sport- oder Gartenvereins nicht herum. Letztlich muss der Prokurist gegenüber den Mitgliedern Rechenschaft über die entstandenen Kosten legen. Dann könnte ein unverhältnismäßig teure Hypothek durchaus auf das Missfallen der Mitglieder stoßen und letztlich zu Misstrauen gegenüber dem wirtschaftlichen Denken des Vorstandes führen. Deshalb sollten sie Vorstände bei der Notwendigkeit einer Hypothek auch immer prüfen, ob es möglich ist, von irgendwoher Förderungen bekommen zu können. Das können Zuschüsse der Kommunen, aber auch der regionalen Verbände und des Bundes sein. Hinzu kommen die verschiedenen Förderkredite, die auch von den Vereinen für bestimmte Bau- und Sanierungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden können, und die neben niedrigen Zinsen auch mit besonders langen Laufzeiten gewählt werden können.

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